Freising

Freising: „Reichsbürger“ fordern Aufmerksamkeit…

In Bayern scheint man wirklich langsam aber sicher im Umgang mit „geistig-sittlichen, nicht auf hoher See verschollenen und lebend gemeldeten Fleisch-Blut-Menschen“ ein wenig Routine zu entwickeln.

Ob jetzt eine neue Umzugswelle anrollt? Ab in die neuen Bundesländer, in denen man noch ziemlich ungeschoren davonkommt? ?

„Angezeigt hatte ihn seine frühere Lebensgefährtin: Ein Reichsbürger aus dem Landkreis stand vor kurzem vor Gericht, weil er grundsätzlich ohne Führerschein unterwegs war. Der Richterin erklärte er, er brauche keinen Schein, weil es gar keine öffentlichen Straßen gebe. Er wurde zu einer Haftstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt.

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„Da gibt es welche, die sich weigern, ihre Kfz-Steuer zu bezahlen“, berichtet Michael Ertl, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Freising. Andere fahren ohne Kennzeichen herum, ignorieren Polizeikontrollen oder „weisen andere Renitenzen auf“, wie Ertl berichtet. Auch wenn manches zum Schmunzeln sei – man nehme „nichts auf die leichte Schulter“ und gehe bei Personenüberprüfungen „mit entsprechender Einstellung und Personaleinsatz“ heran. Schließlich hat ein Reichsbürger bereits einen Polizisten ermordet – nach dem „Fall Georgens-gmünd“ schrillen bei den Einsatzkräften jedes Mal die Alarmglocken, wenn es um Reichsbürger geht. So werden etwa Gerichtsvollzieher von der Polizei begleitet, wenn sie bei Reichsbürgern klingeln müssen.

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Wie etwa im Fall des Reichsbürgers, der wegen chronischer Schwarzfahrerei zu der Bewährungsstrafe verurteilt wurde. Der signalisierte der Richterin, das Urteil sei ihm egal. Er fliege jetzt gleich nach Spanien. Daraufhin wurde er noch im Gerichtssaal verhaftet. Jetzt sitzt er in Stadelheim, bis das Urteil rechtskräftig ist. In einem Gefängnis des Freistaats – den es seiner Meinung nach gar nicht gibt.“

sonnenstaatland

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Deine sympathische Anti-Kommissarische Reichsregierung seit 1871 aus dem Herzen Berlins.