Reichsbürger-Prozess in Traunstein: Frau (34) verurteilt

„Reichsbürgeranwälte“ können sehr teuer werden…

Es ist ja nicht so, dass diese „juristischen Koniferen“ mit erstklassigem Abschluss der Youtube-Universität nicht selbst schon sehr teuer sind. „Superjurist“ Thiesmeier lässt sich gerne Grundstücke, Fahrzeuge oder sonstige Mobilien übertragen, auch gegen ein „lebenslanges Wohnrecht mit Kost und Logis“ kann man seine „Rechtsberatung“ bekommen. Es gibt einige Beispiele in denen die derart Geprellten die entsprechenden „Verträge“ auch veröffentlicht haben, nachdem sie wirklich „bis aufs Hemd“ von Thiesmeier ausgezogen wurden.

Für die Angeklagte dürfte es wohl ein Glück sein, dass Thiesmeier -der Gerüchteküche zu Folge- derzeit wieder einmal „sitzt“ und deshalb ein richtiger Anwalt die Verteidigung übernommen hat. So gab es, trotz einschlägiger Vorverurteilungen, nochmals eine Bewährungsstrafe.

„Die Büroangestellte aus einem Dorf in der Traunsteiner Umgebung hatte Kontakt zu den sogenannten Germaniten, einer Gruppe von Reichsbürgern mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfahlen. Mit Axel Thiesmeier, dem führenden Kopf der „Germaniten“, traf sich die Angeklagte zusammen mit ihrem Mann auch. Der Frau drohte eine Pfändung, „Thiesmeier hatte ihr versprochen, sie da rauszubringen“, so der Anwalt der 34-Jährigen.

Den Brief an den Gerichtsvollzieher verfasste sie nicht selbst, aber sie unterschrieb und verschickte ihn. Dort sprach sie dem Gerichtsvollzieher die Gesetzesgrundlage ab, bezeichnete ihn als „freien Handelsvertreter“ und sich selbst und ihren Mann als „lebende und beseelte Menschen der Volksgruppe Germaniten“. Die Büroangestellte erteilte in dem Brief außerdem ein „Kontaktverbot auf Lebenszeit für alle BRD-Erfüllungsgehilfen“.

[…]

Vor Gericht stellte sich heraus, dass die Frau einen vierstelligen Betrag für diese „Rechtsberatung“ an die Reichsbürger zahlte.

„Diese Leute scheffeln eine Menge Geld mit sowas, wie sind Sie denn mit diesem Quatsch in Kontakt gekommen?“, fragte der Richter. Laut der Angeklagten habe ihr Mann schon länger Kontakt zu den Reichsbürgern um Axel Thiesmeier. Der Mann der 34-Jährigen führt ein namhaftes Geschäft in Traunstein, doch es droht die Insolvenz – auch deshalb versuchte das Ehepaar wohl die Forderung des Gerichtsvollziehers in Höhe von 2000 Euro zu umgehen.

[…]

Die 34-Jährige zeigte sich immer wieder reuig: „Im Nachhinein haben Sie schon recht“, so die Frau zum Richter, „ich lehne die Gesetze nicht mehr ab und habe mich von diesen Leuten losgesagt.“

„Sie haben in letzter Sekunde das Ruder herumgerissen“, wurde die Frau vom Richter gewarnt – denn sie ist dreifach vorbestraft und steht unter offener Bewährung wegen anderer Delikte. Er kennt die Frau noch von früheren Prozessen, in denen sie sich wohl anders präsentierte: Nur weil die Frau jetzt offen, kooperativ und geständig war sah das Gericht nochmal von einer Haftstrafe ohne Bewährung ab – doch die Bewährungszeit beträgt das Maximum von fünf Jahren.“

www.innsalzach24.de/bayern/prozess-reichsbuerger-hintergrund-amtsgericht-traunstein-11754548.html

Quelle:www.facebook.com/pages/p/388213067901331

sonnenstaatland

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Deine sympathische Anti-Kommissarische Reichsregierung seit 1871 aus dem Herzen Berlins.

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