Razzia bei „Volkslehrer“ Nikolai N. in Berlin

Auch der „Volksleerer“ hatte „netten Besuch“….

…im Zug der Durchsuchungsaktion gegen NeoNazis, Rechtsextreme und Hetzer. Er ist aber zufrieden, außer seinen falschen Presseausweisen ist wohl erst mal nicht viel mitgenommen worden. 😉

Zwischenzeitlich wurde auch das Urteil des Arbeitsgerichts veröffentlicht. Die pure Freude es zu lesen!

Das in der „Lügenpresse“ schon erwähnte Eco-Zitat haben wir gleich mal für euch rausgesucht:
„Damit der Feind erkennbar und furchterregend ist, muss er im Hause sein oder jedenfalls an der Schwelle des Hauses. Deswegen die Juden. Die göttliche Vorsehung hat sie uns gegeben, also benutzen wir sie doch, Herr Gott nochmal, beten wir dafür, dass es immer ein paar Juden gibt, die man fürchten und hassen kann. Wir brauchen einen Feind, um die Volk eine Hoffnung zu geben. Jemand hat gesagt, der Patriotismus sei die letzte Zuflucht der Kanaillen – wer keine moralischen Prinzipien hat, wickelt sich gewöhnlich in eine Fahne, und die Bastarde berufen sich stets auf die Reinheit ihrer Rasse. Die nationale Identität ist die letzte Ressource der Entrechteten und Enterbten. Doch das Identitätsgefühl gründe sich auf den Hass, Hass auf den, der nicht mit einem identisch ist. Daher muss man den Hass als zivile Leidenschaft kultivieren. Der Feind ist der Freund der Völker. Man braucht immer jemanden zum Hassen, um sich im eigenen Elend gerechtfertigt zu fühlen. Hass ist die wahre Ur-Leidenschaft, Liebe ist eine Ausnahmesituation. Deswegen haben sie Christus umgebracht: Er sprach wider die Natur. Man kann nicht jemanden das ganze Leben lang lieben, aus dieser unmöglichen Hoffnung entstehen Ehebruch, Muttermord, Freundesverrat … Dagegen kann man jemanden sehr wohl das ganze Leben lang hassen. Vorausgesetzt, er ist immer da, um unseren Hass zu schüren. Hass wärmt das Herz.“ (Umberto Eco, Der Friedhof in Prag, Deutsch von Burghard Kroeber, DTV Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 3. Auflage 2016, Seite 401).

Man könnte auch sagen: Jetzt hat es der „Volksleerer“ schriftlich, dass er ein NeoNazi, Rechtsextremist und Verfassungsfeind ist. 😉

„Kern des Handelns des Klägers ist es, staatsverleumderische Meinungsmache im Internet zu verbreiten und das dafür aufgeschlossene Publikum durch Schaffung einer Marke – des „Volkslehrers“ – dauerhaft zu binden. Welche innere Einstellung der Kläger zu den Aussagen seiner Interviewpartner einnimmt, ist hierbei nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Jedes der einzelnen durch ihn geführten Gespräche, die hier verfahrensgegenständlich sind, ergibt den Eindruck, der Kläger mache sich mit seinen Gesprächspartnern gemein. Die kritische Distanz, die er ausweislich namentlich des zweiten Personalgespräches zu diesen Aussagen einnehmen möchte bildet ein rein postumes Verhalten ohne jegliche Relevanz in der Internet-Öffentlichkeit. Es vermag den Kläger nicht zu entlasten, dasjenige gar nicht recht gewollt zu haben, was er objektiv gesehen bereits vollzogen hatte. Gerade nach dem ersten Personalgespräch wäre es für den Kläger ein Leichtes gewesen, die hier in Rede stehenden „Volkslehrer-Interviews“ schlechterdings zu unterlassen. Die Durchführung des Gegenteils zeigt, dass es dem Kläger vielmehr genau auf diese Botschaften ankam und seine wortreichen Einlassungen in Personalgesprächen nichts anderes sind als verbale Nebelbänke.

[…]

In der zusammenfassenden Bewertung von beklagtenseitiger Darlegung und klägerseitiger Erwiderung ist das Vorliegen des wichtigen Kündigungsgrundes in Gestalt einer personenbedingten Nicht-Eignung des Klägers für ein Arbeitsverhältnis mit einem Bundesstaat der Bundesrepublik Deutschland festzustellen. Ziel der außerdienstlichen Aktivität des Klägers ist es, mit einem hohen Wirksamkeitsfaktor den Identitätskern der Bundesrepublik Deutschland anzugreifen und verächtlich zu machen. Dies ist Grundlage für die Negativprognose, der Kläger werde während eines fortbestehenden Arbeitsverhältnisses seine Nicht-Eignung in Gestalt entsprechender Handlungen – namentlich weiterer Veröffentlichungen auf youtube – weiter ausleben. Das Bestehen des Arbeitsverhältnisses ist somit für das beklagte Land als unzumutbar zu erkennen, und zwar ohne dass es eine argumentative Grundlage dafür gäbe, das Unzumutbare noch für den Lauf der ordentlichen Kündigungsfrist dulden zu müssen. Der personenbedingte wichtige Kündigungsgrund im Sinne von § 626 Absatz 1 BGB ist zu bejahen.“

Den Link zum Volltext des Urteils findet ihr im Forum:
forum.sonnenstaatland.com/index.php?topic=4953.msg235122#msg235122

www.tagesspiegel.de/berlin/gefaelschte-presseausweise-razzia-bei-volkslehrer-nikolai-n-in-berlin/24437784.html

Quelle:www.facebook.com/pages/p/388213067901331

sonnenstaatland

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Deine sympathische Anti-Kommissarische Reichsregierung seit 1871 aus dem Herzen Berlins.

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