Prügel im Zug bei Lohr wegen Beschwerde über Nazi-Musik

„Sächsische Goldstücke“ auf Tour… 🙄

Bei der Staatsanwaltschaft scheint man noch zu überlegen, wie man die Sache mit den Rechtsextremisten (oder sollte man sagen Rechtsterroristen?) irgendwie unter den Teppich kehren kann.

„“Es kann nicht sein, dass Rechtsextreme öffentlichen Raum mit diesem gewaltverherrlichenden Zeug besetzen“, macht Karl R. aus seiner Einstellung kein Geheimnis. Deshalb stand er auf. Bis dahin hatte er die beiden Männer aus Sachsen hinter der Rückenlehne seines Sitzplatzes nur gehört. Jetzt stand er ihnen gegenüber und forderte sie auf: „Macht die Nazi-Musik aus!“ Bestimmt sei er aufgetreten, aber nicht Streit suchend, sagt er drei Tage später, noch im Krankenhaus.

Karl R. schildert den weiteren Verlauf gegenüber der Redaktion so: Der kleinere der beiden, hellblaues T-Shirt, Glatze, erhob sich und schubste ihn zurück. Karl R. machte wieder einen Schritt nach vorne. Keinen Raum preisgeben, so sein Credo. Während er den Schubser im Auge hatte, schlug der andere zu. „Ich war total überrascht“, so der 64-Jährige. „Ich hab nicht mit dieser Brutalität gerechnet.“ Karl R. sagt, er sei stehengeblieben. Zurückschlagen wollte er nicht, sondern sich mit Worten auseinandersetzen. „Ich habe noch nie einem Menschen einen Schlag versetzt“, beteuert er und fügt hinzu: „Die wollen den Leuten Angst machen – und ich wollte ihnen zeigen, dass ich keine Angst habe.“

„Fünf-, sechsmal mindestens“ habe sich dieses Szenario in etwa wiederholt in den acht Minuten, die der Zug von Langenprozelten nach Lohr braucht. Mal schlug der eine, mal der andere, so der 64-Jährige. Karl R. blieb standhaft, steckte die massiven Schläge weg. Erst als der Regionalexpress im Lohrer Bahnhof einfuhr und der Zugbegleiter kam, ließen die beiden von ihm ab. Die alarmierte Polizei nahm die beiden Schläger vorläufig fest, tags darauf ordnete der Haftrichter Untersuchungshaft an wegen des „dringenden Verdachts auf gefährliche Körperverletzung“. Anfragen an die Anwälte der beiden brachten am Freitag kein Ergebnis.
Das Tröpchen, das das Fass zum Überlaufen brachte

Die Musik war offenbar das letzte Tröpfchen, welches das Fass für Karl R. zum Überlaufen gebracht hat. Kaum hatten die beiden Sachsen etwa zwei Minuten nach der Abfahrt des Main-Spessart-Expresses in Würzburg Platz genommen hinter ihm im oberen Stockwerk, hätten sie sich lautstark bemerkbar gemacht, „sehr eindeutig“, wie Karl R. meint. „Hier stinkt’s, hier sind Zecken“, zitiert er sie. Dass sie schon vier Polizeikontrollen hinter sich hatten, hätten sie gefeixt. „Da wusste ich schon, was das für Typen sind. Ich hab schon geahnt, dass sich da was entwickelt.“ Wobei seine Sorge eher der Frau ihm schräg gegenüber gegolten habe, die eine etwas dunklere Hautfarbe hatte.

[…]

Polizei und Staatsanwalt geben sich zurückhaltend, was einen möglichen rechtsradikalen Hintergrund angeht. Ein T-Shirt könnte ein optischer Hinweis darauf sein, so Peter Wolf, Pressesprecher der Bundespolizei in Würzburg. Anhand der eingezogenen Handys versuche man herauszufinden, welche Musik tatsächlich gespielt worden sei. Diese Ermittlung laufe noch. Ebenso die Auswertung des sichergestellten Videomaterials. Fraglich sei, ob auch die Tonaufzeichnung im Hintergrund verwendbar sei, so Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen. Über die Vorstrafen der beiden Schläger machte er keine Aussagen. Dass die beiden alkoholisiert gewesen sein sollen, wie Karl R. in Erfahrung gebracht haben will, bestätigte die Staatsanwaltschaft am Freitagmittag nicht. „

www.mainpost.de/regional/main-spessart/Pruegel-im-Zug-bei-Lohr-wegen-Beschwerde-ueber-Nazi-Musik-br;art774,10279461

Quelle:www.facebook.com/pages/p/388213067901331

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Deine sympathische Anti-Kommissarische Reichsregierung seit 1871 aus dem Herzen Berlins.

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