Schorndorf: Ehemaliger Germanitier zu Haftstrafe verurteilt – Zeitungsverlag Waiblingen

„Erfolg“ über Jahre garantiert…

Einst war er „Botschafter“ des „Staates Germanitien“, danach folgte wohl eine Tour durch so ziemlich alle „Reichsbürgerbewegungen“ die aktiv sind.

Auch hier handelt es sich wieder um ein Paradebeispiel für einen „echten arischen Herrenmenschen“, natürlich mit „RuStAG“-Nachweis und „geistig-sittlichen, nicht auf hoher See verschollenen Menschen“.
Man könnte es auch als ein Paradexemplar von „Weidels Messermännern und anderen Taugenichtsen“ bezeichnen.

Er wollte ja nur seine „Bodenrechte“ sichern und seine „Männlichkeit“ zurückholen.

„Dieses Mal kam er direkt aus der Justizvollzugsanstalt Stammheim. Erst zehn Tage zuvor war er festgenommen worden: Beschuldigt, im April 2017 dem Bruder seines türkischen Nachbarn bei einem Streit in der Bahnhofsunterführung mit einem Messer in den Bauch gestochen zu haben, war er damals nicht zur Gerichtsverhandlung erschienen – und untergetaucht. Mit einem Untersuchungshaftbefehl ließ ihn die Richterin seit Januar 2018 suchen, bis sie Ende September 2019 den Tipp bekam, dass er sich zu Hause aufhalte. Wo er übrigens die ganze Zeit gewesen sein will: „Ich hab mich still verhalten.“

[…]

Doch der 50-Jährige, der zwischenzeitlich in seinem Haus die Botschaft des Pseudostaates „Germanitien“ beherbergt hatte, sieht sich – wie andere Mitglieder dieser den Reichsbürgern nahen Vereinigung – als Opfer von Behördenwillkür. Auch die Stadtwerke haben ihm, beklagte er in der Verhandlung, „willkürlich“ den Strom abgestellt, obwohl er alle offenen Rechnungen bezahlt habe. Und obwohl er krank sei, Krampfanfälle und chronische Schmerzen habe, bekomme er in der Haft nicht die richtigen Medikamente.

Von den Germanitiern will er sich bereits im Januar 2013 getrennt haben, die Probleme mit der Nachbarschaft bestanden weiterhin: 2012 war er mit dem Wirt einer benachbarten Bar in Streit geraten, zwei Jahre später mit dessen Frau – und beide Male wegen Körperverletzung verurteilt worden; in den Folgejahren außerdem wegen falscher Versicherung an Eides statt, Waffenbesitzes und Hausfriedensbruchs. Und jetzt: eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten ohne Bewährung.

Der Stich hätte tödlich sein können
Und auch wenn er’s bis zuletzt abstritt, Staatsanwalt und Richterin waren überzeugt, dass der 50-Jährige Anfang April 2017, morgens um 1.30 Uhr, mit seinem türkischen Nachbarn in der Bahnhofsunterführung in Streit geraten war und dessen Bruder, der beide trennen wollte, mit einem Messer in den Bauch gestochen hatte. Wäre die Wunde nicht nur einen Zentimeter tief gewesen, sie hätte lebensgefährlich sein können. Doch der Angeklagte blieb dabei: „Diesen Vorfall gibt es nicht.“

[…]

Doch Richterin Petra Freier konnte keine günstige Sozial- und Kriminalprognose erkennen: Wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilte sie den 50-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten – und verfügte: „Der Haftbefehl bleibt aufrechterhalten.““

Vorgeschichte:
www.zvw.de/inhalt.schorndorf-polizei-hat-germanitier-ins-gericht-gebracht-page1.1c9cfc21-82f0-4dd0-b760-6023fb66ac7f.html?fbclid=IwAR1twZYZVRDGQVRD4BjR7xWUVh9Bkl9iLAHDyQrFo8gpwstw6-hgH7Rm-Ic

www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.schorndorf-polizei-fuehrt-germaniten-vor.bbdd8fef-9296-42de-9d32-a81e9afd7223.html

www.facebook.com/Sonnenstaatland/posts/878210115568288

www.zvw.de/inhalt.schorndorf-ehemaliger-germanitier-zu-haftstrafe-verurteilt.ee459d4a-e2eb-4bfe-98d7-7ebec0941864.html

Quelle:www.facebook.com/pages/p/388213067901331

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Deine sympathische Anti-Kommissarische Reichsregierung seit 1871 aus dem Herzen Berlins.

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