Weltkriege ungültig – Internationaler Gerichtshof setzt Wiederholungen an

WK 2: Dresden zerbomt Quelle BundesarchivDen Haag – Der Internationale Gerichtshof (IGH) hat heute in einer Sondersitzung beschlossen, dass beide Weltkriege als ungültig zu werten sind. Die Wiederholungen werden für die Jahre 2016-2020 und 2025-2031 angesetzt. Deutschland muss zuerst auswärts ran.

Unerwartete Folgen hatte die Klage der Bürger des Freistaates Preußen heute vor dem IGH in Den Haag. Die Kläger begehrten erhöhte Grundsicherungsleistungen nach HLKO, da der zweite Weltkrieg noch nicht beendet sei. Das Gericht folgte den Ausführungen der preußischen Sozialfälle und befand, dass den vorangegangenen Unregelmäßigkeiten nur mit einer Wiederholung beider Kriege Rechnung getragen werden kann.

So zeigten sich die Kläger nach der Verkündung durch das Gericht sichtlich zufrieden. „Wir wollten einfach nur mehr Geld und jetzt dürfen wir sogar wieder Krieg führen“ jubelte Bärbel R.-R. beim Verlassen des Gerichtsgebäudes. Durch das Urteil kommt ihre Initiative dem Friedensvertrag näher denn je.

Berlin macht sich berechtigte Hoffnungen, das Finale und die Siegerehrung ausrichten zu können

Berlin macht sich berechtigte Hoffnungen, das Finale und die Siegerehrung ausrichten zu dürfen

Im Berliner Bendlerblock laufen zwischenzeitlich die Vorbereitungen für das Hinspiel an. Die Vorbereitungszeit ist zwar relativ kurz, die Pläne liegen aber seit einem Jahrhundert in der Schublade. Trotz der Sorge, dass zwei aufeinander folgende Kriege das deutsche Volk überfordern könnten, gibt man sich selbst für das Rückspiel betont gelassen:

Auch wenn wir ein solches Großereignis schon lange nicht mehr ausgerichtet haben, wird alles nach Plan verlaufen. Nachdem die Welt bereits bei der Fußball-WM 2006 bei uns zu Gast war, sehe ich keine Probleme für ähnliche Events“

– Ursula L., designierte Generalfeldmarschällin

Beim kleineren Kriegspartner Österreich wurden allerdings durch die IGH-Entscheidung Begehrlichkeiten geweckt, da man hier das Eröffnungs-Triple schaffen möchte.

Sarajevo Attentat 1914

Österreich möchte traditionell eröffnen

Wir verlangen einen erneuten Blanco-Scheck. Präsident Heinz F. wird ferner eines seiner Kinder 2016 nach Sarajevo schicken“, so Bundeskanzler Werner F. Im großen Nachbarland Deutschland gibt es bislang keine Reaktion hierzu. Hinter vorgehaltener Hand heißt es aber, solange das Finale in Berlin ausgetragen würde, stünde einer erneuten Partnerschaft nichts im Wege.

Aufgrund der Popularität der Veranstaltungen wird von Offiziellen nicht mit Bürgerprotesten gerechnet. Lediglich in einigen Städten, wie Dresden oder auch im japanischen Hiroshima, haben Bürgerinitiativen zu Schweigemärschen aufgerufen. In den Metropolen gibt man sich da deutlich ruhiger:

Vorkommnisse wie der Feuersturm bei der Operation Gomorrha sind zwar für die Bevölkerung nicht angenehm; solche temporären Vorkommnisse muss man als Hanseat aber wegstecken können“ (Olaf Sch., Erster Bürgermeister Hansestadt Hamburg)

I. Weltkrieg, Mobilmachung

In vielen Städten sollen Fan-Meilen zum Verweilen einladen

Auch an die Zivilbevölkerung wird gedacht, es soll nicht der Eindruck entstehen, es handele sich um eine reine Funktionärsveranstaltung. Beide Ereignisse werden im Free-TV übertragen werden. In allen großen Städten wird es Public-Viewing-Veranstaltungen und Mitmach-Events für Jedermann geben.




Kunstszene: Besucheransturm bei Reichsdeppen-Werkschau

Alte Nationalgalerie - Reichsdeppen Werkschau eröffnet

Alte Nationalgalerie – Reichsdeppen Werkschau eröffnet

Berlin – Am gestrigen Tag wurde unter großem Andrang Kunstinteressierter  die von der Kunstwelt mit Spannung erwartete Reichsdeppen Werkschau in der Alten Nationalgalerie eröffnet. Aufgrund der hohen Nachfrage kam es hierbei zu teilweise unschönen Szenen im Eingangsbereich.

Um diese spektakuläre Schau in die Hauptstadt zu holen, hatte sich Klaus Wowereit persönlich eingeschaltet und namhafte nationale und internationale Konkurrenz aus dem Feld geschlagen. So wähnt sich der Regierende Bürgermeister wieder einmal in einer Liga mit London, Paris und New York in Sachen Kunst.

Reichsbürger sind arm, dumm und faul, aber – sexy! Besonders Dennis Ingo und der Broiler! Janz wie Berlin eben…

– (Klaus Wowereit)

Leonardo Da Vinci - „Broila Lisa“ (1503/1506, Louvre, Paris)

Leonardo Da Vinci – „Broila Lisa“ (1503/1506, Louvre, Paris)

Die fünf Jahrhunderte Schaffenszeit und eine Vielzahl von Kunstepochen und Stilrichtungen umfassende Ausstellung ist in der Tat eine solitäre Ausstellung. Sämtliche bekannte Reichsdeppen-Werke wurden zusammengetragen, darunter einige weltbekannte Werke, und dürfen im altehrwürdigen Gebäude auf der Museumsinsel bestaunt werden. Trotz der überwältigenden  Auswahl haben sich schon am ersten Tag einige Werke  zum Publikumsliebling aufschwingen können.

Rembrandt van Rijn Werkstatt - „Der Mann mit dem goldenem Stahlhelm“ (um 1650, Gemäldegalerie Berlin)

Rembrandt van Rijn Umfeld – „Mann mit goldenem Stahlhelm“ (1650, Gemäldegalerie Berlin)

Wie zu erwarten bildeten sich vor den Ausstellungsräumen der alten Meister die längsten Schlangen. Das rätselhafte Lächeln von da Vincis Modell, sonst den Umstehenden nur von IKEA-Postern bekannt, verzauberte im Original mehr denn je. Und auch das eigentlich in der benachbarten Gemäldegalerie dauerhaft gezeigte Rembrandt-Bild „Mann mit goldenem Stahlhelm“ kann durch den in Szene gesetzten Kontext ganz neu entdeckt werden.

Edvard Munch – „Der Lohl-Schrei“ (1893, Munch-Museum, Oslo)

Edvard Munch – „Der Lohl-Schrei“ (1893, Munch-Museum, Oslo)

Auch gefragt: Postmoderne und Expressionismus. Hier stechen zwei Werke heraus, die sich über besonderen Zuspruch freuen können. „Der Lohl-Schrei“ verdankt seine hohe Aufmerksamkeit vermutlich nicht nur seiner kunsthistorischen Stellung als eines der Hauptwerke des Expressionismus, sondern auch der Bekanntheit durch den spektakulären Raub in Oslo 1994. Die Beliebtheit des Hopper-Bildes „Nighthawks at the Viet-Haus“ lässt sich durch die große Verbreitung durch Baumärkte erklären.

Ist die Ausstellung schon sehenswert, so punktet die Cafeteria der Nationalgalerie mit besonderen Schmankerln: auf der Karte steht neben Brathähnchen auch Weizengrassuppe, dazu wird stilecht Warsteiner gereicht.

Edward Hopper - „Nighthawks at the Viet-Haus“ (1942, Art Institute of Chicago)

Edward Hopper – „Nighthawks at the Viet-Haus“ (1942, Art Institute of Chicago)

Die Ausstellung ist noch bis zum 23. März 2014 zu sehen.

Alte Nationalgalerie, -Museumsinsel-, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin

Eintritt: ein Tagessatz H4




Netzaktiv: BRD plant intensivere Überwachung von Reichsbürgern im Internet

Aufgrund der hohen Anzahl staatsleugnender Thesen im Internet, plant die Bundesrepublik Deutschland nun eine intensivere und nachhaltigere Überwachung von Reichsbürgern und Selbstverwaltern im Internet. Durch Entscheidung der Sicherheitskonferenz sollen bereits bis Mitte 2014 erste Resultate in der Bekämpfung dieser Form des Staatsterrorismus vorliegen.

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Wie nun auf einer internen Sicherheitskonferenz der BRD beschlossen wurde, geht es den Reichsbürgern und Staatsleugnern demnächst an die virtuelle Privatsphäre. Speziell für Soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube und WordPress bedeutet das einige Änderungen für das Publizieren staatsleugnender Inhalte und Kommentare.

Der BRD Staatsschutz plant ab 01.02.2014 ohne Ausnahme alle Äußerungen und Aktivitäten der Netzwerke im Bereich der Staatsleugnung strafrechtlich zu verfolgen. Um dieses Meisterwerk der Totalüberwachung zu realisieren wurden bereits 200 Mitarbeiter der Verfassungsbehörde durch Schulungen auf ihren neuen Arbeitsbereich vorbereitet.

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Innensenator Henkel begrüßte die Entscheidung mit den Worten: “Durch die hartnäckige Verfolgung von ewig gestrigem Gedankengut mit dem einzigen Interesse die deutsche BRD Demokratie auszuhebeln machen wir einen entscheidenden Schritt in Bekämpfung von Antisemitismus und Staatsterrorismus.” Pressesprecher Weber der Berliner Bundespolizei folgerte: “Nicht zuletzt die durch die Verfolgung der Staatsleugner entstehenden Arbeitsplätze, rechtfertigen diese Entscheidung im Namen des Allgemeinwohl und der Menschlichkeit.”

SSL begrüßt die Entscheidung der Sicherheitskonferenz.

 

Update:

Hier haben wir einen neuen Stern am Deppenhimmel den wir selber überwachen müssen:

http://deutscherreichsanzeiger.wordpress.com/2014/07/29/statement-4/

Die passende Diskussion gibt es im Forum:

http://forum.sonnenstaatland.com/index.php/topic,740.0.html

 




Statistik beweist: Reichsdeutsche 10x häufiger Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz

Man schätzt, dass etwa eine Million Berufstätige in Deutschland gemobbt werden und unter Mobbing leiden. Repräsentative Nachforschungen waren noch bis vor kurzer Zeit undenkbar. Erst das SSL-Meinungsforschungsprogramm brachte Klarheit. Die neue Statistiken legen offen, dass gerade Reichsbürger 10x häufiger Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz sind.

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Ursachen für dieses Phänomen sehen Forscher in den fehlenden Sozialkompetenzen der Reichsbürger und BRD-Verweigerer. Ihre absurde politische Meinung und der daraus resultierenden Gesellschaftsunfähigkeit machen sie zum leichten Mobbingopfer für Kollegen und Mitarbeiter. Weiter ist mit der, von Reichsdeutschen praktizierten, Schutzhaltung, genannt “Paranoia” das Mobbing in den meisten Fällen unausweichlich. Ebenfalls ist in dieser Statistik zu berücksichtigen, dass gerade Reichsdeutsche 10x seltener einer kontinuierlichen Berufstätigkeit nachgehen.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat aus diesem Anlass bereits eine eigene Broschüre für Arbeitgeber veröffentlicht. Es wird explizit vor Reichsbürgern und Selbstverwaltern gewarnt, da man diese als faule und antriebslose Arbeitnehmer beschreibt. Mit einem Reichsbürger als Arbeitnehmer sind juristische Auseinandersetzungen bereits vorherbestimmt.

Sozialhilfeempfänger nach BRD Recht  wurden in dieser Statistik nicht berücksichtigt.
Hier dürfte sich eine weitaus größere Anzahl an realitätsfernen Mobbingopfern aus Kreisen der Reichsbürger finden lassen.




Haftbedingungen für reichsdeutsche Häftlinge der BRD deutlich verbessert

Köln: Die Haftbedingungen der politischen Gefangenen in BRD Haft haben sich weiter verbessert. Die Reichsdeutschen verfügen mittlerweile über Kleidung und haben zusätzlich bessere Schlafmöglichkeiten erhalten. Die Gefängnisbehörden der BRD stellten den in Abschiebehaft befindlichen Bürgern des Deutschen Reiches Kleidung und Matratzen zur Verfügung. Für den Versuch der Wiedereingliederung erhielten einige Häftlinge vorläufige BRD Dokumente. Ob dieses plötzliche Eingeständnis der BRD mit dem anstehenden Börsenstart zusammenhängt, wird vermutet.

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SSL erfuhr außerdem, dass mehrere Reichbürgerbewegungen die Gefängnisbehörden kontaktiert hatten, was materielle Zuwendungen seitens der BRD nicht  gerade beschleunigte. Der Zustand der politischen Gefangenen sei weiter stabil. Hilfsaktivisten setzen sich weiter dafür ein das die Gefangenen  freigelassen werden oder in ein russisches Gefängnis ihrer Wahl verlegt werden.

Bereits nach dem Antritt der Haft unterlagen die Strafgefangenen nicht dem starr geregelten Tagesablauf der BRD. Vielmehr wurden Sie rücksichtslos in ihren Zellen vergessen, bekamen wenig bis keine Mahlzeiten und verwahrlosten im laufe der Zeit. Durch Auslösung aus dem bestehenden BRD System konnten sie sich nicht auf Rechte und Pflichten nach dem Strafvollzugsgesetz berufen.

Die Reichsbürger befinden sich weiter in Abschiebehaft bis seitens der Russischen Föderation ein Abkommen getroffen wurde.  Über den aktuellen Status zur Anerkennung des Deutschen Reiches liegen vorerst keine weiteren Informationen vor.

Zweck der aktuellen Haft von staatenloses Reichsbürgern ist der Versuch, dass die nach BRD Recht Verurteilten zu einer rechtschaffenen und der Gesellschaft angepassten Lebenseinstellung gelangen. Auch soll die BRD Haft den Verurteilten davon abhalten, wieder straffällig zu werden und ihn dabei unterstützen, sein Fehlverhalten zu erkennen. So plante die BRD bereits öffentliche Zurschaustellungen der Reichsbürger in Film und Fernsehen und entwarf Programme zur systematischen Umschulungen dieser. Mehrere Mediziner boten Obhut als gesetzlichen Vormund für die staatenlosen  Reichsbürger an.

Eine Wiedereingliederung von Reichsbürgern in das BRD System hält man für durchaus Möglich. Speziell hierfür wurden den Gefangenen bereits versuchsweise erste BRD Dokumente ausgehändigt. Mit einer zeitnahen Entlassung ist trotzdem nicht zu rechnen.




Drohende Abschiebung für reichsdeutsche Politaktivisten in BRD Haft

Nach zahlreichen Appellen gegen die Abschiebung einiger reichsdeutschen Politaktivisten haben die bundesdeutschen Behörden eine vorläufige Duldung von sechs Monaten erteilt. Die betroffenen Aktivisten befinden sich weiter in Abschiebehaft.

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Bis man einen geeigneten Ort gefunden hat, können die Reichsbürger vorerst in Deutschland bleiben um medizinisch behandelt zu werden. Laut ärztlichen Gutachten leiden einige der Betroffenen an einem  posttraumatischen Stresssyndrom und sind zudem suizidgefährdet.

Die bestehende Abschiebungsandrohung ist jedoch noch nicht aufgehoben worden, sodass nach Ablauf der sechs Monate weiterhin die Gefahr besteht,  abgeschoben zu werden.

Am 27. Mai 2014 wird der Senat von Berlin erneut darüber entscheiden, ob die Abschiebung der Reichsbürger in die Russische Föderation auszusetzen ist, sofern die Betroffenen keine Familienangehörigen oder offene Haftbefehle in Moskau haben.

SSL begrüßt diese Entscheidung, befürchtet allerdings, dass andere Reichsdeutsche, die in die Russische Föderation abgeschoben werden sollen, nach wie vor in Gefahr sind, misshandelt und gefoltert zu werden.




Gysi stellt Souveränität klar

Gysi stellt seine Aussage zur Souveränität richtig

Auslöser der Diskussion war ein Video Gysis, in dem er behauptet, die Bundesrepublik Deutschland sei nicht oder nicht mehr souverän. Diese Aussage wurde aus dem Zusammenhang gerissen und sofort von allen einschlägigen Seiten der Reichsbürger, Staatsleugner und anderer Querulanten kolportiert.

Dazu stellt er jetzt richtig:

Ich bedanke mich. Und selbstverständlich kenne ich auch diese Seiten und die gefährlichen Thesen der Leute, die dahinter stehen.
Die Bundesrepublik ist 1949 als selbstständiger und autonomer Staat gegründet worden, ist Mitglied der UN, der EU, der NATO und vieler anderer internationaler Organisationen. Sie hat viele, viele zwischenstaatliche Verträge geschlossen und diplomatische Beziehungen zu den meisten Ländern der Welt.
Anders sieht es eben wirklich mit der realen Souveränität und eigenständigen Entscheidungsfähigkeit Deutschlands aus. Und gerade jetz bei der Diskussion um die NSA-Affäre und die Enthüllungen von Snowden wurde das von mir thematisiert.

Sie müssen davon ausgehen und das auch akzeptieren, dass das Besatzungsstatut durch die Pariser Verträge 1955 ganz offiziell aufgehoben wurde. Allerdings sicherten sich die USA fast gleiche Rechte durch Geheimverträge zu, die während der Zwei-plus-Vier-Verhandlungen nicht aufgehoben wurden. Jetzt sollen sie allerdings laut Aussagen der Bundesregierung aufgehoben worden sein.

Aber genau unter dem Deckmantel des damaligen Kalten Krieges, der „Verteidigung des freien Westens“, der Sicherung von Militärbasen sind Geheimverträge abgeschlossen worden. Ich hatte naiverweise erwartet, dass diese Verträge im Zuge der 2+4-Gespräche aufgehoben wurden. Sie wurden aber nicht aufgehoben, weil nämlich nur Abkommen mit allen vier Mächten aufgehoben wurden, nicht aber Abkommen mit drei Mächten, mit zwei Mächten oder mit einer Macht. Da war zwar alles, was mit den Russen und den anderen drei Mächten gemeinsam vereinbart war, heraus, aber der Rest blieb; und das geht nicht. Jetzt hat die alte Regierung im Zusammenhang mit der NSA-Affäre erklärt: Im Sommer sind diese Verträge für unwirksam erklärt worden. – Wie eigentlich? Ich würde gerne einmal die Noten sehen. Was stand da eigentlich drin? Es gab auch neue Verwaltungsvereinbarungen.

Dazu läuft eine Anfrage von uns bei der Regierung. Sobald die Antwort vorliegt, werden wir sie öffentlich machen.

All das hat aber absolut nichts damit zu tun, dass wir nicht ein souveräner Staat wären, wir einen Friedensvertrag bräuchten, die Bundesrepublik nicht existieren würde oder das Grundgesetz ungültig wäre. Ich ganz persönlich sehe in einer solchen Diskussion, die ja bereits seit Jahren durch das Internet kursiert, nur ein einziges Ziel: hier wollen Ewiggestrige das System in Frage stellen, die Demokratie aushebeln, die europäische und internationale Entwicklung rückgängig machen und sich „zurückentwickeln“ zu Reichsbürgern unter einer Gesetzgebung und eben auch den Grenzen des glücklicherweise nicht mehr existierenden Deutschen Reichs.

Es geht einzig und allein darum, dass Deutschland das Verhältnis zu den USA neu ordnen muss: Die geheimdienstliche Zusammenarbeit zwischen den USA und Deutschland ist aufzukündigen, die Bundesanwaltschaft muss strafrechtliche Ermittlungen gegen die für Spionage Verantwortlichen einleiten. Die Abhöreinrichtungen in der US-Botschaft sowie in weiteren US-Institutionen in Deutschland sind sofort zu demontieren.

Die Abkommen der Europäischen Union zum Datenaustausch – darunter der Austausch von Fluggastdaten (PNR), Bankdaten (SWIFT) und die Vorratsdatenspeicherung – sind zu annullieren. Vor allem aber muss es Konsequenzen für die militärische Zusammenarbeit geben: US-Einrichtungen wie die Militärbasis Ramstein und die US-Militärhauptquartiere in Stuttgart und Wiesbaden müssen geschlossen werden. Die Bundesregierung muss gewährleisten, dass US-Einrichtungen nicht für Folterflüge der CIA genutzt werden. Die taktischen US-Atomwaffen auf dem Stützpunkt Büchel sind sofort abzuziehen, eine Duldung der Lagerung durch Deutschland verletzt den Atomwaffensperrvertrag.

Aber Vorsicht mit der Aussage, Deutschland sei kein souveräner Staat im Sinne des Völkerrechts. Wenn Sie diese wirklich mehr als fragwürdige Theorie weiterleiten, erkennen Sie auch keine Grenzen an und würden polnisches und tschechisches Hoheitsgebiet wieder Deutschland zuschlagen. Sie würden die Ergebnisse einer friedlichen Nachkriegsentwicklung in Europa in Frage stellen und jegliche politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung der letzten 65 Jahr anzweifeln. Mit einer solchen mehr als obskuren Sicht kann ich wirklich sehr wenig anfangen. Und ich ganz persönlich sehe in einer solchen Diskussion, die ja bereits seit Jahren durch das Internet kursiert, nur ein einziges Ziel: hier wollen Ewiggestrige das System in Frage stellen, die Demokratie aushebeln, die europäische und internationale Entwicklung rückgängig machen und sich „zurückentwickeln“ zu Reichsbürgern unter einer Gesetzgebung und eben auch den Grenzen des glücklicherweise nicht mehr existierenden Deutschen Reichs. Damit sind Sie dann wirklich in der sehr rechten Ecke. Nochmals eindeutig: Eine solche Denkweise ist mir völlig fremd, ich halte sie für dumm und sehr gefährlich und ich werde mich an einer solchen Diskussion nicht beteiligen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi

Ob man seine Aussage weiterverteilen darf? Darauf antwortet Gysi:

Gysi antwortet

Auch wenn die Hintergründe jetzt geklärt sein dürften, werden wir die ewig falschen und langweiligen Lügen der selbsternannten Geschichts-, Politik- und Rechtswissenschaftler wohl weiterhin hören müssen.

Der Text kann bei Facebook in der Gruppe “Nothing but the Truth” als Kommentar von Maxi S. nachgelesen werden. Ein Screenshot von Gysis Aussage kann hier abgerufen werden. Die Thematik wird momentan auch im Anti-Reichsdeppenforum diskutiert.




Fatal: Deutschland plant diplomatische Anerkennung des Deutschen Reiches *UPDATE 2*

Unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit plant die Bundesrepublik Deutschland die offizielle Anerkennung des Deutschen Reiches. Erst durch Berichte in der ausländischen Presse kam der unglaubliche Sachverhalt an das Tageslicht.

Zu den Hintergründen

Tanken

Obama: “Reichsbürger sind viel zu zu dumm. Wir haben keinen Platz für sie!”

In letzter Zeit kommt es zunehmend zur Behinderung der Arbeit von staatlichen Einrichtungen und Behörden. Sogenannte Reichsbürger und Selbstverwalter erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als ihr Heimatland an.

Sie weigern sich Forderungen des Staates, wie Strafgelder oder Steuern, zu begleichen. Sie behindern mit ihrem querulantischen Vorgehen massiv die Arbeit der öffentlichen Stellen. Zum Beweis ihrer Thesen verfassen sie seitenlange Pamphlete und fertigen sich eigene Personenausweise, Pässe und Führerscheine an. Die Papiere werden vorgeblich vom Deutschen Reich ausgestellt. Gleichzeitig geben sie die Personaldokumente der Bundesrepublik Deutschland an die Behörden zurück. Mit der Abgabe einer sogenannten Personenstandserklärung kündigen sie ihre Staatsbürgerschaft in der Bundesrepublik Deutschland.  Nach einer internen Berechnung des Bundesfinanzministeriums multiplizieren sich die reinen Verwaltungskosten für einen Reichsbürger mit einem Faktor 12 gegenüber einem durchschnittlichen Bundesbürger. Hinzu kommt nach dem streng geheimen Papier, dass ein weit überdurchschnittlicher Teil der Reichsbürger von sozialen Transferleistungen lebt. Dies könne man dem deutschen Steuerzahler nicht mehr zumuten, schließt der Bericht. Schon während der alten Koalition wurde ein Strategiepapier entwickelt, welches vorsieht, dass man das Deutsche Reich anerkennt. Innen- und Außenministerium haben die Planungen bereits soweit vorangetrieben, dass mit einer Umsetzung noch in dieser Legislaturperiode zu rechnen ist. Alle EU- und NATO-Staaten sind in Kenntniss gesetzt. Auch Russland, Japan und China sind über das Vorhaben im Bilde.

Auswirkungen

Komsomolskaja Pravda

Präsident Putin: Die “Reichsbürger” sind verrückt!

Im Moment der offiziellen Anerkennung werden alle Reichsbürger mit den entsprechenden Reichspapieren, automatisch zu Bürgern des Deutschen Reiches. Zum selben Zeitpunkt erlischt die Staatszugehörigkeit zur Bundesrepublik Deutschland.

Da das Deutsche Reich nicht zur Europäischen Union gehört, müssen die Reichsbürger während einer kurzen Duldungsphase Visum oder Asyl für die Bundesrepublik beantragen. Wenn sie sich während der Duldungsphase keine gültigen Aufenthaltspapiere besorgen, werden sie nach Ablauf ohne Pardon des Landes verwiesen.

Das Problem mit dem Reichsterretorium

Natürlich steht das Problem, dass das Deutsche Reich ein Land ohne Raum ist. Auf dem ehemaligen Reichsgebiet befinden sich heute ganz oder teilweise die völkerrechtlich anerkannten Staaten Deutschland, Polen und Russland. Dieses Problem hat die Bundesrepublik Deutschland rechtzeitig erkannt. Das Außenministerium bemüht sich bereits seit einigen Jahren in Geheimverhandlungen um eine Klärung. Es wurden eine Reihe von Ländern mit großen Brachflächen angesprochen. Im geschichtlichen Rückblick wurden schon mehrfach deutschstämmige Menschen in fernen Gebieten angesiedelt, um diese urbar zu machen. Da die Deutschen als fleißig und zuverlässig bekannt sind, sollte das auch in der heutigen Welt kein Problem darstellen. Konkrete Anfragen gingen nach China, USA, Russland und Libyen. Fast alle der angesprochenen Länder zeigten vorerst auch Interesse.
China bot ein unerschlossenes Gebirgstal im Himalaya an. Die Chinesen erhofften sich einen billigen Transfer von deutschem Know-how. Nachdem der chinesische Geheimdienst wochenlang reichsdeutsche Blogs und Facebook-Accounts analysiert hatte, kam man zu dem Ergebnis, dass die Reichsbürger mit einem unterdurchschnittlichen IQ geschlagen sind. Daraus zogen die Chinesen zu den Schluss, dass kein Wissenstransfer zu erwarten ist. Die Anfrage wurde freundlich abgewiesen.
Die USA lehnten von vornherein ab. Man habe ohnehin schon mit sozialen Problemen und Arbeitslosigkeit zu kämpfen.
In Russland rannte man am Anfang offene Türen ein. Putin erkannte sofort das propagandistische Potential in der Aufnahme der Deutschen Reichsbürger. Für ein kleines Deutsches Reich fand man sofort ein Stück Brachland am nördlichen Polarkreis. Als ehemaliger Geheimdienstler setzte Putin sicherheitshalber den FSB auf das Thema an. Immerhin könnte es sein, dass ihm der Westen ein Schnippchen schlagen will. Die FSB-Spione stellten nach kurzer Zeit fest, dass es sich bei den Reichsbürgern um Querulanten handelt. Solche Leute kann Putin bekannterweise überhaupt nicht gebrauchen. Das Projekt wurde sofort gestoppt.
Die letzte Hoffnung lag in Libyen. In der Sahara sollte das Deutsche Reich neu erstehen. Aus dem Wüstensand sollte mit deutschem Geschick und Fleiß blühende Erde werden. Dem Beduinenstamm, der dafür einige Sanddünen zur Verfügung stellen wollte, wurde zugetragen, dass die Reichsbürger zu einem beträchtlichen Teil der Arbeit abgeneigt sind. Ihre Schlagkraft besteht in der Vermüllung des Internets und der Behinderung von Behörden. Da es in der Sahara an Internet und Behörden mangelt, sahen auch die Beduinen von der Umsetzung des Planes ab.

Letzte Hoffung Neuschwabenland

Völkischer Beobachter

Auch im Neuschwabenland ist man eher skeptisch

Im Angesicht der schwierigen Situation bemüht sich das deutsche Außenministerium, über diplomatische Kanäle in Südamerika, um eine Kontaktaufnahme nach Neuschwabenland. Bisher gibt es keine offizielle Rückmeldung aus der Antarktis. Ein Zeichen der Hoffnung oder herrscht auch dort Unwille?

UPDATE 1
Der Benutzer rochus weist in einem Kommentar auf ein brisantes Schriftstück hin:

Es muss kein Fake sein! Mir hat das keine Ruhe gelassen. Ich habe hier was gefunden. Das passt dazu. http://s7.directupload.net/images/140127/mrdrriuc.png

UPDATE 2
Das Partnerportal Terragermania hat unsere Wahrheiten weiterverbreitet. Danke dafür!

Terragermania verbreitet die Wahrheit

Terragermania verbreitet die Wahrheit




Gregor Gysi – Stimmenfang mithilfe von Reichsdeppen?

Vielfach ist in den vergangenen Tagen ein Link auf das Blog „volksbetrugpunktnet.wordpress.com“, in welchem ein Youtube-Video der Rede Gregor Gysis zur NSA-Affäre bei der Sondersitzung des Bundestages am 18. November 2013 verlinkt wird, auf Facebook geteilt worden. Dem Blog, dessen Beiträge meist nur von einer Nutzerzahl im unteren zweistelligen Bereich geteilt werden, bescherte das die ungeahnte Zahl von mehr als 10.000 „Shares“.

Hierzu ein paar Anmerkungen:

Zunächst mal kann man sich fragen, wie glaubwürdig es ist, wenn jemand, der für den Staatssicherheitsdienst der DDR als IM „Notar“ aktiv war, sich heutzutage gegen Überwachung und Geheimdienste ausspricht.

Dann kann man sich noch fragen, was es über die Inhalte seiner Rede aussagt, wenn diese von rechtsradikalen Reichsdeppen-Portalen wie „volksbetrugpunktnet“ weiterverbreitet werden – und das nicht etwa nur in Ausschnitten, wie es bei Sigmar Gabriels Bemerkung von der “Nicht-Regierungsorganisation” der Fall war, sondern vollständig.

Doch auch wenn diese beiden Fragestellungen bereits zu dem Schluss geführt haben sollten, dass die Rede vermutlich in Teilen fragwürdig sein dürfte, lohnt es sich doch, ihren Inhalt zur Kenntnis zu nehmen.

In Reichsdeppen-Kreisen wurde Gysi zuletzt mehrfach als Kronzeuge dafür aufgeführt, dass Deutschland nicht souverän sei. Auch in dieser Rede streift Gysi das Thema der Souveränität Deutschlands, wendet hierbei jedoch einen sehr merkwürdigen Souveränitätsbegriff an: Er meint offenbar, dass die Souveränität Deutschlands davon abhänge, ob Edward Snowden  von der Bundesregierung Asyl gewährt wird oder nicht. Komisch, und ich dachte immer, Souveränität sei das Recht eines Staates, seine Entscheidungen selbstbestimmt zu treffen. Wenn die Bundesregierung sich nach reiflicher Überlegung dazu entschließt, das angespannte Verhältnis zur den Vereinigten Staaten durch die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung an Edward Snowden (für den ein Asyl iSd Asylverfahrensgesetzes ohnehin nicht infrage kommt, weil er sich nicht im Bundesgebiet oder an der Deutschen Grenze aufhält, was aber Voraussetzung für einen Asylantrag ist – von der Frage, ob er politisch verfolgt im Sinne des Art. 16 a GG ist, ganz zu schweigen) nicht noch mehr zu belasten, so kann man sich zwar fragen, was das soll und ob diese Entscheidung richtig ist, da es immerhin die USA waren, die das Verhältnis durch ihre Spionageaktionen belastet haben und die daher erstmal ganz kleine Brötchen backen sollten. Einen Hinweis auf eine Fremdbestimmung der Handlungen der Bundesregierung ist darin jedoch nicht enthalten – es sei denn, man wollte jenen Verschwörungstheoretikern Glauben schenken, die an Hirngespinste wie die „Kanzlerakte“ glauben.

Dass deutsche Bundesregierungen durchaus Entscheidungen treffen können, mit denen die Vereinigten Staaten ganz und gar nicht einverstanden sind, zeigt das Beispiel Gerhard Schröders, der einer deutschen Beteiligung am Irakkrieg eine klare Absage erteilte, sehr zum Missfallen der damaligen US-Regierung unter George W. Bush. Was waren die Konsequenzen? Eine diplomatische Eiszeit, mehr nicht. Weder wurde der transatlantische Handel beeinträchtigt, noch sind die USA in Deutschland einmarschiert. Deutsche Regierungen können also durchaus Entscheidungen treffen, die überhaupt nicht im Interesse der USA liegen – müssen diese Fähigkeit jedoch nicht permanent unter Beweis stellen. Wenn die Bundesregierung selbstbestimmt die Entscheidung trifft, Edward Snowden kein Aufenthaltsrecht zu gewähren, so ist dies gerade Ausdruck der deutschen Souveränität, nicht eines Mangels derselben. Es tritt nicht automatisch Fremdbestimmtheit ein, nur weil ein Staat den Wünschen eines anderen folgt. Erst, wenn dies nicht mehr freiwillig geschieht, etwa weil der andere Staat mit militärischer Intervention droht, kann von einem Mangel an Souveränität gesprochen werden. Von einer solchen Drohung ist allerdings nichts bekannt.

Der promovierte Jurist Gysi weiß das natürlich, und so ist seine Behauptung, Deutschland sei „erst dann souverän, wenn es Herrn Snowden anhört, ihn schützt, ihm Asyl gewährt und seinen sicheren Aufenthalt organisiert“ auch keine juristische Analyse des Sachverhalts, sondern eine für Gysi typische populistische Äußerung. Er sagt gerade so viel, wie nötig ist, um sich und seine Partei auch für Reichs- und andere Deppen attraktiv zu machen. Dabei bedient er, entgegen seiner Aussage, kein „Antiamerikanist“ zu sein, bewusst antiamerikanische Ressentiments, indem er, wie schon zuvor, als er ua in einem Interview mit dem Tagesspiegel wahrheitswidrig behauptete, das Besatzungsstatut sei noch in Kraft, einen nichtvorhandenen Souveränitätsmangel der Bundesrepublik Deutschland suggeriert. Ziel des Ganzen ist, Deutschland als Vasallenstaat der USA darzustellen oder zumindest die Bundesregierung als deren Marionette – eine unwahre, dennoch recht populäre Behauptung, für die man weder Reichsdepp noch rechtsradikal zu sein braucht, die vielmehr durchaus mainstreamtauglich ist. Konkret auf Zweifel am juristischen Gehalt seiner Aussagen angesprochen, rudert Gysi zurück und behauptet, er habe nur zum Ausdruck bringen wollen, dass die USA sich noch als Besatzungsmacht fühlten und sich einbildeten, „in Deutschland machen so (sic!) können, was sie für richtig hält (sic!)“ (Quelle: http://reichsdeppenforum.sonnenstaatland.com/index.php/topic,287.0.html#msg3288 ). Doch die Behauptung „Gysi sagt, Deutschland ist nicht souverän“ ist in die Welt gesetzt und bleibt auch dort, zumal der pseudo-Rückzieher nicht öffentlich geschah, sondern in einer privaten Facebook-Konversation.

Gysi mag nichts von den „rechtsextremistischen Möchtegernpolitikern“, denen „viele denkende Menschen (…) auf den Leim gehen“ halten (und dass er das ehrlich meint, glaube ich ihm sofort). Als Multiplikator für seine Reden nutzt er sie dennoch gerne, und ihre Stimmen bei der nächsten Wahl wird er gewiss auch nicht verschmähen. In seinem Streben nach Popularität muss er sich vorwerfen lassen, zumindest bewusst in Kauf zu nehmen, dass seine Rede von den Reichsdeppen in ihrem Sinne fehlinterpretiert und diese Interpretation verbreitet wird.

Ein Wort noch an jene, die Gysis Rede dennoch weiter teilen wollen: Bitte nutzt dafür nicht den Link auf „volksbetrugpunktnet.wordpress.com“. Die meisten Gysi-Anhänger möchten vermutlich nicht einem Blog Popularität verschaffen, das vor der Überfremdung Deutschlands warnt, die Legalisierung von Holocaustleugnung fordert und Chemtrails für real hält. Nehmt zum Teilen einfach diesen Link: https://www.youtube.com/watch?v=7uV1WF_BV-E

Die Rede kann außerdem im Plenarprotokoll nachgelesen werden: http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/18/18002.pdf, S. 47-50. Alle Zitate der Rede in diesem Beitrag sind dem Protokoll entnommen.




Psychologie eines Reichsdeppen

Psychologie eines ReichsdeppenIch denke, dass das Medium Internet bei dem Phänomen eine ganz wesentliche Rolle spielt. Denn Leicht- und Irrgläubige, Minderbemittelte, gediegene Querulanten und auch richtig Abgedrehte und Psychopathen hat es natürlich immer gegeben. Ausprägung und Gestalt der Störungen sind aber immer von der Umgebung, also der mehr oder weniger wahrgenommenen Umwelt abhängig.
Früher hielt man sich gern für Napoleon oder Cäsar. In Bayern sind heute noch Engel, Teufel und Dämonen ein häufiges Thema in der Psychatrie. Berlin ist moderner und deswegen wird man da eher von Geheimagenten, Überwachungskameras und Aliens verfolgt. Jedes Land und jede Kultur hat seine spezifischen aber immer passenden Sub- und Unkulturen.

Das heutzutage allgegenwärtige Internet aber, das von fast jedem benutzt werden kann, bewirkt eine oft gewaltige, wenngleich von außen nicht leicht wahrzunehmende, Veränderung der Umwelt:

  • die verstreute, meist kontaktarme Klientel entdeckt im Netz ihnen artverwandte Seelen
  • sie finden sehr einfache und überzeugende aber falsche Antworten auf ihre Fragen
  • sie entdecken die Möglichkeiten sich mit viel weniger Scheu mitteilen zu können
  • vorhandene abwegige oder wahnhafte Ideen finden Erklärung und Bestätigung
  • sie finden sich zu Gruppen der gegenseitigen Selbstbestätigung zusammen

Und die Macht des Mediums formt das Bewusstsein nach den Regeln, die das Medium im Zusammenspiel mit der menschlichen Psyche und der gefühlt veränderten Umwelt schafft.

Die Leichtgläubigen haben immer schon viel geglaubt und ihre Ideen gern beliebig miteinander vermengt. Aber erst das Internet hat die Basis für eine Sintflut von wechselseitig verquirlten Theorien und Wahngebilden ermöglicht, die ausufernder sein können als ein Mensch es zu erfassen vermag. Dies scheint nicht nur wie ein irrationales Spiegelbild der im Netz zu findenden Mengen an strukturierter richtiger Information, sondern ist eines. Es gibt schon einige Wikipedias des Wahn- und Irrsinns und sie werden sicher weiter wachsen.
Wodurch die Menge und Verfügbarkeit sowie die Geschwindigkeit der Verbreitung von nahezu jedem Blödsinn konstant wächst und eine erhebliche Steigerung der daraus adaptierten Vorstellungen bei dem dafür empfänglichen Publikum auslöst. Die einzelnen Ideen selbst werden hingegen nivelliert und oft zu einem Brei von kruden Vorstellungen, die nur manchmal im Ansatz von überordneten Meta-Ideen (z.B. NWO) zusammengefasst werden sollen.

Wobei der Reichsunfug meiner Meinung nach ein Paradebeispiel für diese These ist. Denn die Annahmen sind so abwegig und Wirkungen oder Folgen so gering oder hanebüchen, dass man es bei erstem Kontakt mit den Ideen für ausgeschlossen hält, dass mehr als eine Hand voll echter Spinner an so etwas zu glauben vermag. In den ersten Jahrzehnten der Herrschaft von Reichskanzler Ebel war es genau so. Der versponnene Rentner war zu nicht mehr Wirkung in der Lage als ein paar Unterstützer zu finden mit denen im Hinterzimmer Staat gespielt wurde.
Erst als diese Ideen aus seinem Hinterzimmer in das Internet schwappten und dort aus ganz unterschiedlichen Motiven (u.a. finanziell und rechtsextrem aber teilweise auch nur aus Neugier und Faszination) aufgegriffen, erweitert und propagiert wurden entwickelte sich die heutzutage erstaunlich große wenngleich sehr zersplitterte Reichsbürgerszene.
Die zwangsläufige Vermengung dieser Ideen mit vielen anderen Richtungen des Irrglaubens hat der früher völlig unbedeutenden Reichsidee einen erstaunlich fruchtbaren Nährboden für die Verbreitung dieser Hirngespinste geliefert. Wer sich heutzutage im Netz mit Esoterik, Arzt- und Impfkritik oder Umweltsorgen beschäftigt landet schnell auf arg extremen Seiten, die immer öfter auch Reichsphantasien in den schwafelnden Sturmgeschützen ihrer Verschwörungstheorien haben.
Wobei die Reichsidee sich qualitativ von den eher abstrusen Vorlagen des Herren Ebel zu umfassenden Konstrukten gemausert hat, die durch professionelle Vortäuschung von Wissenschaftlichkeit und Stringenz bei dem oft wenig gebildeten Publikum eine hohe Überzeugungskraft besitzt. Auch hierfür war das Medium Internet weit mehr als nur der Geburtshelfer. Es ist das Werkzeug ohne das es den Unsinn in diesen Ausmaß gar nicht geben würde.

Man kann sogar praktische Bezüge zwischen dem Medium und den Reichsideen entdecken. Beide sind in hohem Maß affin zu Dokumenten. Kein Reichstext ohne Verweise auf Verfassungen, Urteile und Urkunden, die sich fast alle im Internet finden, abkupfern und ggf. etwas anpassen lassen. Kein Reichsbeweis ohne eigene Dokumente, die man heutzutage problemlos in das Netz einstellen kann. Und weil das Reichstun meist mit dem Verfassen von Schriften an Behörden etc. zu tun hat ist es naheliegend das dabei sofort greifbare Internet sowohl als Fundgrube und auch als Müllplatz zu verwenden. Und im optimalen Fall kann man die Schreiben ohnehin gleich noch als Mail verschicken kann.
Letztlich ähnelt das Internet in seiner ungreifbaren und doch machtvollen Unpersönlichkeit sogar ziemlich den finster unpersönlichen Mächten und Behörden gegen die es zu obsiegen gilt. Da mag der gute große Bruder einem gegen die bösen Gesellen beistehen.

Das Medium und die Reichsphantasien passen so erstaunlich gut zusammen, dass der erschreckende Erfolg dieser kruden Ideen einen nicht so sehr verwundern sollte.

Small Blue

– geschrieben vom Benutzer BlueOcean im offiziellen Anti-Reichsdeppen-Forum