Der Modelhof aus der Froschperspektive.

Strafsache Dr. Model, Teil 14: Zeuge Landschützer zum Gold und seinen Geschäften mit Model

Der Modelhof aus der Froschperspektive.

Der Modelhof aus der Froschperspektive.

Incipit liber V. et ultimus.

Noch immer ist Willibald Landschützer (L), der ehemalige Obersheriff und Finanzverantwortliche des ICCJV, im Zeugenstand. Er wird befragt zu seinen Geschäften mit Daniel Model im Zusammenhang mit dem angeblichen privaten Darlehen.

L: Ich habe mich schlau gemacht, was es braucht, um in der Schweiz arbeiten zu können. Ich habe mir auch überlegt, ob ich eine Firma in Liechtenstein anmelde.

Beisitzende Richterin Nr. 1 (B1): Mit welchem Geld?

L: Mit dem Darlehen von Dr. Model bzw. der Schuld bei ihm.

B1: Mit dem in Zypern blockierten Geld?

L: “Ich habe gesagt, ich hab a Schuld bei ihm g’habt.” Wenn er einen Tag pro Woche unbezahlt für Model gearbeitet hätte und vier Tage bezahlt, “dann wär si das ausgangen.”

Vorsitzender Richter (VR): L solle sein “4S-System” mit den Messingbarren erklären. Bezieht sich auf das zugehörige Dokument: Wer hat das geschrieben?

L: Ich.

B1: “Was ist mit dem Geld auf Zypern?”

[Sie erhält vorerst keine Antwort. Vermutlich fehlt hier aber auch irgendeine Äusserung, die den Zusammenhang zur “Teeküche” herstellt.]

L: Ich bin Unternehmer seit 1990 und nehme Geschäftsmöglichkeiten immer wahr. Ich habe gesehen, dass eine Kaffeeküche im Modelhof fehlt.

VR: Wann war das?

L: Im Sommer 2016.

VR: Gibt es einen schriftlichen Vertrag?

L: Ja. Ich wollte wieder in mein Geschäft einsteigen.

VR: Indem Sie eine Küche in die Schweiz liefern?

L: Ja.

VR: Haben Sie dieses Angebot angenommen?

L: Ja.

VR: Was hat das gekostet? Wann haben Sie es “zahlt kriegt”?

L: Es gab schon vorher eine grössere Anzahlung von Herrn Model.

VR: Gibt es was Schriftliches?

L: Das war im Grunde ein Handschlaggeschäft. Es war auch die Rede davon, dass ich die 15 Standorte des Unternehmens besuche, um Maler- und Sanierungsarbeiten auszuführen usw.

Beisitzende Richterin Nr. 2 (B2): Sie stehen unter Wahrheitspflicht, “Sie sollten a bissl aufpassen, was’s sagn.”

L: Herr XY war der Facility Manager, ich habe mit ihm darüber gesprochen.

B2: Was war der Grund für das Darlehen? Was hätten Sie mit dem Geld gemacht?

L: Faselt etwas von “Beginn einer gemeinsamen Zusammenarbeit” mit Model, das Ziel sei gewesen, “dass wir eine gemeinsame Firma oder so entwickeln”.

B2: Herr Model wird sicher wissen wollen, wozu das Geld war.

L: Faselt etwas von “Anlage”.

B2: Was jetzt, gemeinsame Firmengründung oder Anlage?

L: [in meinen Notizen steht: “bla”.]

B2: Was haben Sie mit Herrn Model vereinbart?

L: Im Sommer 2016, beim Angebot bezüglich der Teeküche, war noch nicht endgültig festgelegt, dass man das Geld “bei der Imperial Bank, der komischen” anlegt.

VR: Wie kommt es dann dazu?

L: Es war ein Fehler.

B1: Sie gehen zum Angeklagten und sagen: ‘Ich brauche Geld, ich weiss nicht, wofür’, und legen’s mal bei einer Bank an und schauen, was passiert?

VR: Droht L erneut mit Beugehaft und zeigt ein Abhörprotokoll, “wo wir, also die Bösen vom Staat, mitg’hört haben”. Zitiert dann aus einem Dokument namens “20. Anlassberichterstattung des BVT” eine Stelle, bei der es sich [so vermute ich aus dem Zusammenhang] um eine Aussage des L während seiner Einvernahme durch den Verfassungsschutz handelt: “… die 150000 waren für den ICCJV bestimmt”.

B1: “Es schaut schlecht für Sie aus!”

VR: Zitiert weiter aus demselben Dokument, wobei ich die Passage nicht für besonders aufschlussreich hielt und lediglich notiert habe, dass nebenbei auch der jetztige Oberstaatsanwalt Erwähnung findet, der die Anklage im Staatenbund-Prozess vertreten hat. Der muss offensichtlich mit so einigen prominenten Staatsverweigerern das Vergnügen gehabt haben, da scheinen die Staatenbündler nur den Anfang gemacht zu haben.

Den VR bringt die zitierte Passage darauf, zu L zu sagen: “Ich zweifel an Ihrer geistigen Kompetenz! Ich bin am Überlegen, ob ich Sie alle einweisen und psychiatrieren lass. Ich weise Sie alle ein in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, alle zsamm!”

[Da ist sie wieder, die berühmte “Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher”.]

Der VR zitiert weiter, wieder aus der Einvernahme des L: L gibt an, er habe 165000 Euro aus dem Goldverkauf in Deutschland an Dragan Markovic übergeben als Investment für den ICCJV, und den Rest für sich verwendet. Dann habe L aber wieder gesagt, der Betrag sei nur für ein Trading mit hundertfacher Hebelung. “Sie san gefährlich! Ich kann Sie für sechs Wochen amol do hinten einsperren. […] Sie wuiln Chef von am Gerichtshof sein und Sheriffs ausbilden? Zum Herrn Model hab ich gestern gesagt, ich möchte in mein Büro gehen und speien gehen. Die Audiodatei, die kann i Ihnen vorspielen, was Sie g’redt ham!” Er zitiert gleich eine Äusserung von L aus dem Abhörprotokoll: “Die Goldgeschichte vom Model ist in der Finanzbuchhaltung eingetragen.” “Also hat’s der ICCJV kriegt!”

L: Windet sich, sagt etwas davon, es sei das Geschäftsmodell dieser “Bank”, Gelder zu blockieren.

B2: Sie stehen unter Wahrheitspflicht!

VR: “Die Bank tut a Konto einfrieren, das ist a Geschäftsmodell?”
B2: “Wo ist das Geld eigentlich?”
L: “Immer noch dort, die rücken das nicht raus.”

B2: Herr Model hat gesagt, er würde Sie verklagen.

VR: Plus Anzeige wegen Untreue.

[Im Folgenden scheine ich wieder kurz abgehängt worden zu sein – klar, Ermüdungserscheinungen häufen sich zu später Stunde. Jedenfalls scheint es wieder darum zu gehen, dass es keine schriftliche Vereinbarung zum angeblichen privaten Darlehen gibt, aber dass Model sich ca. fünf Jahre später plötzlich eine “Bestätigung” von L hat geben lassen.]

Der VR denkt laut über U-Haft wegen Verdunkelungsgefahr nach, “wenn i Untersuchungsrichter gewesen wär, hätt i alle eing’sperrt, da rennen lauter Träumer rum.”

B2: Warum ist das geschrieben worden?

L: Damit ich die Schuld nicht als Geld zurückzahlen muss, sondern abarbeiten kann.

VR: Das hätten Sie seit vier Jahren machen können.

L: Ich habe mich “nicht traut”.

B1: Warum bezahlt Herr Model das Material?

L: Es “steht drinnen”, dass “praktisch nach Open-Book-Verfahren abgerechnet wird.” In vier Jahren hätte ich das abarbeiten können.

B1: Wer sollte sich auf sowas einlassen? Und warum haben Sie das Geld beim ICCJV eingebucht?

L: “Dass man nach der Anerkennung des ICCJV die Schuld über den ICCJV zurückzahlen kann”. Sagt auch etwas davon, er hätte hohe Spesen gehabt, wenn man das nicht so gemacht hätte [ich bin aber nicht sicher, ob ich diese Äusserung richtig verstanden habe].

VR: “Warum rechnen’s über den ICCJV?”

B2: “Des sand Geldverschiebungen, würde ich sagen.” Was ist mit den Spesen?

L: Die Idee war, ich würde “als internationaler Sheriff” tituliert werden; die Spesen könnten zurückgezahlt werden, wenn der ICCJV anerkannt ist.

B2: Was haben Sie für den ICCJV gemacht, dass Sie Spesen vergütet erhalten?

VR: “Goldtransport nach Deutschland, was?”
L: “Sowas, ja.”

VR: “Wo sind diese Angaben?”

L: “Sand eh beschlagnahmt worden.”

VR: Fragt nach der Bestätigung für das Darlehen von 2021. “Nächste Verdunkelungshandlung, könnte man interpretieren.” Haben Sie Kontakt mit Herrn Model gehabt?

L: “Der Dr. Model hat mich gebeten, dass ich ihm dies bestätigen kann.”

VR: “Was bestätigen?”
L: “Dass ich ein Darlehen offen habe bei ihm.” Ursprünglich sei es ein Geschäft per “Handschlag” gewesen.

Alle Richter: Von einer Betriebsgründung habe L nie etwas gesagt.

L: Erzählt vom “Banker” Dragan Markovic. Er wisse nicht mehr, wie er ihn kennengelernt habe.

VR: “Und dem geben Sie 165000 Euro?! Ihre ursprüngliche Intention hat sich a g’ändert”, von “karitativ” dahin, dass Sie Spesenabrechnungen haben wollen. Sein Eindruck sei, “dass da lauter Pleitiers in der Gegend sand und jetzt einen finden, der Kohle hat. Und der gibt mir auf Handschlag 5kg Gold.” Er zitiert aus einem Dokument [eventuell die “Bestätigung” von 2021]: “Das Darlehen wurde in einem ersten Teil in eine Teeküche übergeführt” usw.

L: “Dann ist Corona kommen.”

VR: “Sand’s g’impft?”
L: “Muas i das jetzt sagen?”

VR: [Konnte ich nicht notieren]

L: “Ich woar schon krank, ja.” Nachdem es mit Corona losgegangen ist, habe ich mir überlegt, was ich machen kann, und habe einen Holzbaumeister-Vorbereitungs-Kurs besucht und im Herbst einige Module bestanden. Mein Ziel ist, Holzbaumeister zu werden und für Dr. Model Holzhäuser bauen zu können.

VR: Zitiert aus dem Abhörprotokoll von 2018, wie jemand L fragt, ob dieser das Geld privat bekommen oder ob er geplant habe, den ICCJV zu finanzieren. Da stehe auch etwas von “Trading finanzieren”.

L: Der “Köder” war dieses Trading. [Er meint vermutlich, dass ihn der dubiose “Banker” damit geködert hat.]

VR: Was heisst: “Trading, dass der ICCJV eine Finanzierung kriegt”?

L: Das Geld war “Schulden an Dr. Model”, vom Trading habe man sich einen Ertrag versprochen.

B1: Haben Sie eine Bestätigung bekommen, dass Sie dem Banker das Geld gegeben haben?

L: Ja, die habe ich in Verwahrung.

B1: Warum haben Sie die Bank nicht verklagt?

L: Ich habe erkannt, dass die Bank eine “Fakebank” ist.

B1: Haben Sie eine Anzeige gemacht?

L: [In meinen Notizen steht: “bla”]

B1: Haben Sie eine Anzeige gemacht, ja oder nein?

L: Das wollte ich heute machen, aber mein Anwalt hat mir davon abgeraten.

B2: “Der Herr Magister mit den 2,9 Sternen?”
L: Ich bin mehrmals an Dragan Markovic herangetreten.

B2: Ich tret doch nicht an einen Betrüger ran!

L: Ich habe mitgekriegt, dass das gefährlich ist.

VR: “Überraschung! Aber Sie sand ja Sheriff.” Das tut echt weh, was wir die zwei Tage jetzt erleben.

L: Ich habe von Dragan Markovic ein Papier gekriegt …

B2: “Dann zeigen’s ihn doch an!”

B1: Was haben Sie in der Zeit gemacht?

L: Ich war arbeitslos.

B1: “Sie sand entweder ein schlechter Tischler, oder …”

Das kann L jetzt nicht auf sich sitzen lassen und wehrt sich wortreich, B1 solle seine Homepage anschauen, da könne man seine Werke bestaunen. Da meldet sich ein Geschworener mit einer Frage.

Geschworener Nr. 1 (G1): Was haben Sie mit dem Geld gemacht, das Sie behalten haben?

L: Er habe es dafür aufgewendet, sich gegen juristische Probleme zu wehren. Im ICCJV habe jeder seine Spesen selbst getragen.

B1, G1: Wieviel Spesen haben Sie berechnet?

L: Sagt etwas von 100000 Euro für “Schaden” und “Aufwendungen”.

B1: Was für Aufwendungen, was ist 100000 Euro wert?

L: Faselt etwas von “Diesel”, aber auch von “Miete”.

VR: Darum arbeiten Sie an einem Gehaltssystem. “Das hat’s aber noch nicht gebn.”

Geschworener Nr. 2 (G2): Sie sprechen von “Vertrauen aufbauen”. Wie konnten Sie Herrn Model überhaupt davon überzeugen, dass er Ihnen 5kg Gold gibt?

L: Wir hatten einen guten Kontakt, er ist Unternehmer, ich bin Handwerker.

B2: In Wahrheit ist er ein Industrieller und Sie arbeitslos.

Daraufhin reden die Beteiligten kurz durcheinander, sodass ich nichts notieren kann.

G2: Glauben Sie, Sie haben schon grosses Vertrauen bei Herrn Model gehabt? Oder hat er das Geld gegeben, um den ICCJV zu unterstützen?

L: Ich habe nicht vorgehabt, Dr. Model “zu legen”.

VR: Wieviel schulden Sie ihm noch?

L: 184000 Euro minus die Teeküche.

VR: Sie anerkennen 170000 Euro Schuld bei Herrn Model?

B1: Sie wissen, dass das was anderes ist, wenn ein Richter einen Vergleich schreibt, als wenn Sie was auf einen Schmierenzettel schreiben? Das ist ein Exekutionstitel!

L: Ich hab mit ihm vereinbart, dass ich es abarbeiten muss.

VR: “Des ist wurscht, das können’s mit ihm ausmachen.”

L: Ich bin bereit, es abzuarbeiten.

VR: Sie anerkennen 170000 Euro?

Der VR spricht Entsprechendes in sein Diktiergerät und fragt dann nach der Leistungsfrist, nicht ohne zu erwähnen, dass die Lebenserwartung für nicht Geimpfte um eineinhalb Jahre geringer sei.

L: Ich kann es abarbeiten in fünf Jahren oder so.

VR: “Und wenn Dr. Model ned einsteigt? Jetzt haben wir 2022.”
L: Im Schreiben ist das schon geregelt.

Alle Richter: NEIN!!!

B1: “Sie haben überhaupt keine Ahnung!”

L: Das System mit den Barren habe ich für mich entwickelt, Dr. Model hat 170 Messing-Gutscheine gekriegt.

VR: Warum so kompliziert?

L: Die Messingbarren seien “Ersatz für Geld”.

VR: Eine eigene Währung, “danke für die Mitarbeit”.

L: Es sind Gutscheine.

VR: Gutscheine sind nicht dasselbe wie eine Währung!

Der VR fixiert den Vergleich und meint zum Angeklagten: “Herr Model, Sie haben sich gerade die Kosten für einen Prozess erspart”, und zu L: “Und Sie a”. Blättert dann im vor ihm liegenden Akt; “Chief Sheriff, verbotenes Waffentragen, Kampfausbildung? Und Sie sand verkehrszuverlässig?”

L: Es gibt viele Waffenbesitzer in Österreich.

VR: “Aber Sie haben ein aufrechtes Waffenverbot und sind mit einer 5000V-Taschenlampe rumgerannt.”

L: Die habe ich nur im Haus gehabt.

VR: “Passt, danke für die Mitarbeit!”

[Gelten 5000V-Taschenlampen in Österreich als Waffen?]

L: “Ich wollte schauen, dass das Waffenverbot aufgehoben wird.”

B2: Warum? “Nach Hollenbach Einsicht Null!”

VR: “Obwohl Sie einen Monat und 20 Tage gesessen san, und es geht hurtig weiter. Sie wissen schon, dass das offen ist? Ihnen ist der Ernst der Lage nicht bewusst?”

L: “Ich wollte schauen, wie ich mich verteidigen kann.” Die internationale Anerkennung des Gerichtshofes hätte vielleicht geholfen.

B2: Und Marcus Steiner hat plausibel erklärt, dass er das erreicht bei der UNO?

L: Steiners Mutter war bei der UNO.

B2: Wo?
L: Bei der Personalabteilung.

B1: “Mir sand die Opfer, können diesen ganzen Dreck abarbeiten!”

[Eine Runde Mitleid für die BAR 😉 Obwohl ich von meinen Anschauungen her den Verdacht nicht loswerde, dass einzelne Bedienstete des Justizapparates der Firma Republik Österreich den Unterhaltungswert von Staatsverweigerer-Prozessen durchaus zu schätzen wissen.]

Nun geschieht etwas, was ich in diesem Moment nicht einordnen kann: Aus einer der Türen hinter den Richtern kommt einfach so ein ziemlich jung aussehender Mann, marschiert einmal quer durch den Gerichtsbereich und setzt sich auf einen der Angeklagten-Stühle. Spontan fühle ich mich in eine Uni-Vorlesung versetzt, wenn ein verschlafen habender Student zu spät reinkommt, relativ achtlos am schon sprechenden Professor vorbeiflaniert und sich irgendwo in die Reihen fläzt. Für das Gericht geht das offenbar in Ordnung, es werden mit dem Mann keine Worte gewechselt.

Statt dessen kommt jetzt die Staatsanwältin (StA) mit Fragen dran.

StA: Hat der Herr Model gewusst, dass Sie der Finanzverantwortliche für den ICCJV waren?

L: Ich denke schon.

StA: [In meinen Notizen steht nur: “Gute Frage”; ich versuche diese daher aus dem Kontext zu rekonstruieren, bin aber nicht sicher:] Warum haben Sie 2018 beim “High-Council”-Treffen gesagt, dass das Geld für den ICCJV sei?

L: Ich habe Herrn Steiner vertraut, später hat er das ausgenutzt. Deshalb ist diese Audio-Aufnahme entstanden, die wurde später gegen mich verwendet.

StA: Es gibt auch eine Mail bezüglich des in Zypern blockierten Geldes. Darin findet sich kein Wort über ein privates Darlehen. Da kann man herauslesen, dass das Geld für den ICCJV war.

L: Antwortet nicht auf diese Frage.

B2: Sie haben schon ein Bild von sich abgegeben.

Nun kommt der Verteidiger (V) mit Fragen dran.

V: Es gibt ein Protokoll vom 02.10.18, als L von der Landespolizei Oberösterreich als Beschuldigter einvernommen wurde. Haben Sie dort die Wahrheit gesagt?

V liest aus dem Protokoll vor: “Ich möchte zum Projekt ICCJV anmerken, dass dieses von meiner Seite als Vorschlag an internationale Organisationen wie die UNO gedacht war. Nie war gedacht, dass die Mitglieder des ICCJV die Durchsetzung dieser neuen Instanz mit Gewalt vollziehen können, weil die internationale Bestätigung fehlt.”

V fragt: “Halten Sie diese Aussage aufrecht?” Der nächste Satz laute: “Die Anerkennung wäre das Ziel gewesen”.

Nach meinen Notizen gibt L darauf keine klare Antwort, oder ich habe sie nicht gehört. Gleichzeitig frage ich mich, was V damit jetzt bezwecken will. Das Pappnasenprojekt ICCJV als nicht staatsfeindlich darstellen? Auf der Grundlage einer solchen Äusserung von einem der “legementierten Sheriffs” aus Hollenbach? Das kann er vergessen, aber sowas von. Darauf fällt hier mit Sicherheit keiner rein. Ich frage mich auch, ob V sich für diese Strategie entschieden hätte, wenn er von der Historie der Deppen im südöstlichen Sonnenstaatland mehr Ahnung gehabt hätte.

V weiter: Sie haben erwähnt, dass Guido XY von der Model Holding AG mit Ihnen wegen weiterer Arbeiten Kontakt hatte. Richtig?

L: Spricht darüber, wie das organisiert wurde, dass die Reparaturarbeiten aufgegleist wurden. Er habe mit XY das Angebot und mögliche Arbeiten besprochen.

V: Wo war der Gesprächstermin?

L: Im Modelhof, in der Teeküche, Mitte bis Ende Februar 2017.

V: Haben Sie eine Vermutung, wer die “Textierungen” für den ICCJV gemacht hat? Sagt Ihnen Frau Kramer was?

L: “Sagt mir nix”.

[Mir auch nicht. Falls V mit “Textierungen” einfach meint, wer bei den Pappnasen die Wahndokumente verfasst hat, so kommt mir spontan auch noch Ferdinand Gross in den Sinn (oh, noch ein Wiki-Artikel, der ein Update braucht). Aus dessen Feder dürften jedenfalls viele von denjenigen Ergüssen stammen, die der ICCJV damals auf seiner Website allgemein zugänglich gemacht hat.]

V: Oder Walkner?

StA: “War das nicht die Besachwaltete von Hollenbach?”

[Doch.]

B1: “Das würde einiges erklären!”

Bevor sich mir erschliesst, warum V diese Frage gestellt hat und warum er genau diese Namen anführt, ist die Zeugenbefragung anscheinend zu Ende. Zeuge Landschützer wird entlassen.

“Brauchen’s a Bestätigung?” fragt der VR noch, und: “Wiederschaun, leben Sie wohl, Herr Landschützer, Sie werden sicher wiederkommen.”