Produktvorstellung: SIMS Edition „Deutsches Reich“

Weihnachten ist seit kaum einem Monat vorüber, schon bereitet die bekannte Softwareschmiede EA-Games eine neue Überraschung vor.  Die seit vielen Jahren bei Kindern und Teenys äußerst beliebte Real-Life-Simulation SIMS wird um eine Reichsbürger-Edition erweitert. Wie auch in den anderen Spezialausgaben, wird eine ganze Reihe von Devotionalien der Reichsbürgerszene im Spiel zur Verfügung stehen. So gibt es zum Beispiel eine breitgefächerte Auswahl an Reichsflaggen, Reichspersonenausweisen, Pickelhauben, Sprengstoffen, Nagelbomben, Chembustern, Gelddruckmaschinen, Nummernschildstanzen. All die vielen bunten Dinge, die ein zünftiger Reichsbürger für seinen eintönigen Alltag braucht.

Ein außerordentlich spannendes Feature stellt die Möglichkeit dar, in verfallenen Gebäuden Königreiche zu errichten. Man kann sich beliebige Personenpapiere basteln und mit gefälschten Autokennzeichen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine Polizeikontrolle fährt man einfach über den Haufen. Im Gericht rückt man mit einem Schlägertrupp an. Ein Spielgedanke, der sicherlich den Anhängern der fitzekschen Staatslehre viel Spaß bereiten wird.
Leider plant EA-Games aus rechtlichen Gründen für den deutschen und österreichischen Markt nur eine eingeschränkte Version, ohne Symbolik aus der Zeit zwischen 1933-1945. Das dürfte einem beträchtlichen Teil der Reichsbürger den Spaß an der Sache ein wenig vermiesen. Pfiffige Reichsbürger werden sich das fehlende Zubehör sehr schnell aus dem Darknet besorgen und nachinstallieren. So kommen auch die Hard-Core-Reichs-Gamer in den vollen Spielgenuss.
Ein absolutes Highlight der SIMS-Edition „Deutsches Reich“ stellt die Möglichkeit dar, dass schon von Haus aus, die aus Blogs und Youtube bekannten Gesichter der Reichsbürgerszene mitgeliefert werden. Einem lustigen Treiben mit Mario und TTA oder Stefan Weinmann und Tina Wendt steht also nichts mehr im Wege.
Äußerst aufwendig ist der „Roseneck-Modus“ aufgebaut. Ein absolutes Schmeckerchen für Axel-Stoll-Anhänger. Man kann am heimischen Computer detailiert das Neuschwabenlandforum nachgestalten, mit all seinen Akteuren. Die Märklin für den Reichsbürger.

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Beta-Tester, Computer- und Reichsexperte F.T. Blüthner beim Fachsimpeln

Ausgewählte Beta-Tester durften das Spiel schon beschnuppern. Darunter der versierte Computer- und Reichsexperte Frank Thomas Blüthner. Sein Urteil: „Nicht schlecht, nach dem dritten Doppelten stört auch nicht mehr, dass die Grafik ein wenig ruckelt. Für vollen Spielspass sollte man sich die fehlenden Teile aus 33-45 vom Darknet ziehen. Ansonsten, runde Sache. Koof ick mia.“
Natürlich weiß EA-Games um die finanziell stark angespannte Situation, in der sich ein großer Teil der angepeilten Zielgruppe befindet. Daher steht der amerikanische Spielehersteller in Verhandlungen mit der Arge. Immerhin trägt das Spiel zur Befriedigung der Grundbedürnisse reichsdeutscher Hartz-IV-Empfänger bei. Die Chancen stehen gar nicht schlecht dafür, dass die SIMS-Edition „Deutsches Reich“ gegen die Vorlage eines Reichspersonenausweises oder einer durch eine KRR beglaubigte Kopie der Personenstandserklärung, zur Hälfte von der Arge bezahlt wird. Nach Aussage von RA Dumminik Störr „wird das durch GG Artikel 10 gedeckt. Es handelt sich um ein völkerrechtlich gesichertes Postgeheimnis und ist über die UNO einklagbar. Die Arge wird nicht umhinkommen zu zahlen.“ (Anmerkung d. Redaktion: Uns entzieht sich leider der Sinn dieser Aussage des RA D. Störr. Wir gehen jedoch von dem Grundsatz aus – Wo er Recht hat, hat er Recht.)

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Tina Wendt und Stefan Weinmann am SIMS-Kaffeetisch

EA-Games bemüht sich, das Spiel spätestens am 20. April im Einzelhandel anzubieten. Peis ca. 45,- EURO. Zusammendfassend können wir eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für die SIMS-Edition „Deutsches Reich“ geben. Viel Spaß!

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